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«Ruhe bewahren bei Delir-Patienten ist entscheidend»

10. March 2026 · ·

Ein Delir tritt oft plötzlich auf – etwa nach einer Operation, bei starken Schmerzen oder anderen körperlichen Belastungen. Besonders gefährdet sind Menschen mit bereits bestehenden kognitiven Einschränkungen. Für Betroffene und Angehörige bedeutet der akute Verwirrtheitszustand eine grosse Herausforderung. Genau hier setzt unsere DelirUnit an.Die spezialisierte Station kümmert sich um Patientinnen und Patienten mit einem akuten Delir. Ein interprofessionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychiaterinnen und Psychiatern sowie Pflege- und Therapiefachpersonen arbeitet eng zusammen. Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: Stabilität schaffen und die vorhandenen Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten bestmöglich fördern.Erol Cetinkaya, Stationsleiter der DelirUnit und der MIBS, weiss aus Erfahrung, worauf es ankommt:«Wichtig ist, den Betroffenen mit Ruhe zu begegnen. Jeder Mensch erlebt ein Delir anders – deshalb schauen wir jeden Fall individuell an.»Ergänzt wird das Angebot durch die MIBS (Multidisziplinäre Intensiv Betreuungsstation). Sie richtet sich an Menschen mit komplexen somatischen Erkrankungen und gleichzeitiger kognitiver Beeinträchtigung. Hier werden unter anderem Patientinnen und Patienten mit einem abklingenden Delir betreut.Ein zentraler Faktor auf der DelirUnit und der MIBS ist Zeit: «Unsere Pflegenden können sich intensiver um die einzelnen Patientinnen und Patienten kümmern», sagt Erol Centinkaya. «Dass wir im FELIX in diesem Setting arbeiten und uns im Team regelmässig austauschen können, macht diese Arbeit besonders wertvoll.»Mit der DelirUnit und der MIBS bietet das FELIX ein spezialisiertes Umfeld für Menschen mit komplexen Bedürfnissen – kompetent, interprofessionell und mit viel Erfahrung.

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HF-Pflegeausbildung in der Universitären Altersmedizin – was den Ausbildungsort FELIX PLATTER besonders macht

03. March 2026 · ·

Die Wahl des richtigen Ausbildungsorts ist für angehende diplomierte Pflegefachkräfte HF eine wichtige Entscheidung. Neben dem Lehrplan und den formalen Anforderungen prägen vor allem das Umfeld, die Begleitung und die Praxisnähe den Erfolg einer Ausbildung massgeblich. Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) bietet in dieser Hinsicht ein Ausbildungsumfeld, das sich in mehreren Punkten von anderen Institutionen unterscheidet.Vielseitigkeit als GrundprinzipWas die UAFP als Ausbildungsort auszeichnet, ist die Breite der Einsatzmöglichkeiten unter einem Dach. Studierende durchlaufen Einsätze in der Akuten Altersmedizin, der Rehabilitation sowie der Alterspsychiatrie. Drei Bereiche, die jeweils eigene fachliche Anforderungen mitbringen und gemeinsam ein ausgesprochen vielseitiges Lernumfeld schaffen.Individuelle BegleitungEin zentrales Element der Ausbildungsphilosophie der UAFP ist die individuelle Förderung der Studierenden. Das Berufsbildungsteam setzt dabei auf verschiedene Begleitformen, die ineinandergreifen.Einzelbegleitungen im Praxisalltag und in der Lernwerkstatt ermöglichen eine gezielte Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernstand. Gruppenunterrichte und Fallbesprechungen schaffen Raum, um voneinander und miteinander zu lernen. Praxisintegrierte Lernbegleitungen ermöglichen es, direkt am und vom Modell zu lernen.Fachliche Schwerpunkte: Pflegeprozess und interdisziplinäre ZusammenarbeitInhaltlich wird in der Ausbildung besonderen Wert gelegt auf zwei Bereiche, die für die moderne Pflege zentral sind:Der erste Schwerpunkt liegt auf dem Führen des Pflegeprozesses und der Arbeit mit Pflegediagnosen. Studierende lernen, strukturiert und methodisch vorzugehen, von der Einschätzung der Pflegesituation über die Zieldefinition bis hin zur Evaluation der getroffenen Massnahmen. Diese Kompetenz bildet das fachliche Fundament jeder professionellen Pflegepraxis.Der zweite Schwerpunkt ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. In einem Haus mit rund 1000 Mitarbeitenden aus 47 Nationen und unterschiedlichsten Berufsgruppen ist die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg nicht Ausnahme, sondern Alltag. Studierende üben früh, sich in diesem interprofessionellen Umfeld zu bewegen, auf Augenhöhe zu kommunizieren und ihren fachlichen Beitrag im Team einzubringen.Altersmedizin als ZukunftsfeldDie Entscheidung für eine Ausbildung in der Altersmedizin ist auch eine Entscheidung mit Blick auf die Zukunft. Der geriatrische Bereich gehört zu den am stärksten wachsenden Feldern im Gesundheitswesen, was die demografische Entwicklung auch zeigt. Wer in diesem Bereich ausgebildet wird, erwirbt Kompetenzen, die zunehmend gefragt sein werden, und hat die Möglichkeit, die Weiterentwicklung dieses Fachbereichs aktiv mitzuprägen.In der UAFP wird dieser Anspruch ernst genommen. Die Institution versteht sich nicht nur als Ausbildungsort, sondern als Ort, an dem die Pflege von morgen mitgestaltet wird.Zur BewerbungHat dieser Blog Ihr Interesse an einer Ausbildung als diplomierte Pflegefachkraft geweckt? Weitere Informationen zur Ausbildung zur diplomierten Pflegefachkraft HF finden Sie hier: https://www.felixplatter.ch/felixplatter/stellen/jobs/studierende-zur-diplomierte-pflegefachperson-hf-ausbildung

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Am «Fasnachtszyschtig» ins Spital mit «Doggter FMH»

24. February 2026 · ·

Am Fasnachtsdienstag um 14 Uhr hiess es für rund 50 aktive Fasnächtlerinnen und Fasnächtler vor der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) wieder «Yysschtoo». Seit über 40 Jahren bringen die Fasnächtler den Patientinnen und Patienten ein Stück Fasnacht aus der Innenstadt ins Spital. In dieser Ausgabe lieferten die Schnitzelbänggler «Doggter FMH», «Dipflischysser», und den «Böschtler» wieder scharfe Pointen. Verstärkung gab es von der Clique «Rhysäälige» und erstmals dabei waren die «Guggemuusig Gugge-Mysli 1956». Durchs Programm führte Heinz, ein langjähriger Sänger der früheren Bangg «d Gasladärne».Langjährige TraditionDas «Drummeli» wurde vor über 40 Jahren von fasnachtsbegeisterten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der UAFP ins Leben gerufen, um die Fasnacht auch für die Patientinnen und Patienten im Spital erlebbar zu machen. Den mitwirkenden Aktiven liegt diese Veranstaltung sehr am Herzen und sie freuen sich jedes Jahr, die Patientinnen und Patienten zum Lachen zu bringen.

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Mehr als Dekoration: Wie Bilder im Spital Erinnerungen wecken und Genesung fördern

13. February 2026 · ·

Das unmittelbare räumliche Umfeld hat einen wichtigen Einfluss auf das Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten in Spitälern. Zahlreiche Studien zeigen, wie Menschen auf ihre Umgebung reagieren und dass Farben und Bilder die Wahrnehmung beeinflussen. Farben lösen Assoziationen und Emotionen aus, beeinflussen unser Denken und letztlich sogar die Art, wie wir handeln. Besonders bemerkenswert: Die Forschung weist wiederholt auf die regenerierende Wirkung der Natur, ihrer Farben und Strukturen hin.Die Umsetzung in der UAFP: 500 Fenster zur HeimatDieses Wissen wird in der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER angewandt, um den Genesungsprozess und die Orientierung zu unterstützen: Sämtliche Patientenzimmer und Gänge sind sowohl in sanften Tönen gestrichen als auch mit über 500 fenstergrossen Fotografien aus dem Raum Basel ausgestattet. Diese Bildauswahl folgt klaren Erkenntnissen: Patientinnen und Patienten bevorzugen am häufigsten Bilder, die Ruhe ausstrahlen und deren Thema leicht zu erkennen und zu verstehen ist. Naturdarstellungen, insbesondere fotografische Naturdarstellungen, erweisen sich dabei als besonders beliebt, da sie eine grundsätzlich beruhigende Wirkung auf den Menschen ausüben. Die vertrauten Motive aus der Natur und den gewohnten Alltagsumgebungen der Region Basel wecken positive Erinnerungen. Lesbare Bilder helfen den Patientinnen und Patienten, in der fremden Umgebung ihres Zimmers eine bindende Atmosphäre zu schaffen und sich in den Motiven wiederzufinden.Patientengeschichte: Wenn ein Bild einer «Schüür» Kindheitserinnerungen wecktSich in den Motiven wiederzufinden – was diese schlichte Formulierung in der Praxis bedeutet, zeigt die Geschichte des Patienten Herrn P. eindrücklich. Als er sein Zimmer Nr. 223 betritt, sticht ihm das fenstergrosse Bild an der Wand sofort ins Auge: die «Schüür», eine traditionelle Scheune aus dem Oberbaselbiet. Trotz seines belastenden Zustandes, krank im Spital zu sein, löst dieser Anblick pure Freude aus, «ein extremes Glücksgefühl», wie er es selbst beschreibt. Denn das Motiv erinnert ihn unmittelbar an die Scheune seines Grossvaters. Jene Scheune, bei der er als Kind spielte, Tee und Zvieri bekam und für das Kartoffelaufheben einen Batzen verdiente.„Dass mir ein Teil des Oberbaselbiets im Zimmer begegnet, habe ich nicht erahnt“, erzählt Herr P. Ein Bild, an das er während Jahrzehnten nicht mehr denkt, holt ihn unvermittelt zurück in seine Kindheit. „Als hätte sich ein Kreis meines Lebens geschlossen – und das in einem Spital, wo ich es nicht erwarte.“Bewegung dank Fotomotiven wiedergefundenFür Herrn P., einen sehr naturverbundenen und bewegungsliebenden Menschen, der trotz seiner rheumatischen Erkrankung täglich Radtouren unternimmt, ist die Immobilität im Spital besonders schwierig. Das Rheuma zwingt ihn zur Bewegung, denn nur so kann er sich gesund und mobil halten. Mit Schmerzen und einem entzündeten Gelenk ist ihm genau dies nicht mehr möglich. Die Bilder im Zimmer und auf den Spitalgängen werden für ihn zu einem Ersatz der gewohnten Aktivitäten draussen. Sie beflügeln ihn, motivieren ihn trotz Gangschwierigkeiten und Schmerzen aufzustehen, die Pflegestation zu entdecken und die anderen Naturbilder aus dem Baselbiet anzuschauen. Die vertrauten Motive aus seiner Heimatregion helfen ihm, sich auch körperlich besser zu fühlen, und vermitteln ihm die vertrauten Gefühle seiner Kindheit im Oberbaselbiet.Hoffnung in vulnerabler SituationIn Gedanken verschwindet er immer wieder im Bild der «Schüür» und vergisst dabei manchmal, dass er im Spital ist. „Es hilft mir, Hoffnung und Energie zu tanken in einer vulnerablen, ausgelieferten Situation“, sagt Herr P. Das Bild wirkt trotz dem Spitalalltag und seiner Erkrankung beruhigend, motiviert ihn möglichst schnell zu genesen und schliesst den Kreis mit der Dankbarkeit für sein langes und erfülltes Leben.Inzwischen ist Herr P. erfolgreich nach Hause ausgetreten und bald wieder mit dem Velo im Baselbiet unterwegs.

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Lewy-Body-Demenz – eine oft verkannte Form der Demenz

03. February 2026 · ·

Wenn von Demenz die Rede ist, denken viele zuerst an Alzheimer. Dabei gibt es weitere Demenzformen, die weniger bekannt, aber für Betroffene und Angehörige nicht weniger herausfordernd sind. Eine davon ist die Lewy-Body-Demenz.Benannt ist sie nach dem Neurologen Friedrich H. Lewy, der diese Erkrankung bereits 1912 beschrieb. Lewy war übrigens ein Schüler von Alois Alzheimer, der die Alzheimer-Krankheit entdeckt hat.  Heute gilt die Lewy-Body-Demenz als vierthäufigste irreversible Demenzform. In der Schweiz leben schätzungsweise rund 8'000 Menschen mit dieser Diagnose. Die Dunkelziffer dürfte höher sein, denn die Diagnose ist anspruchsvoll und nicht immer eindeutig.Typische Symptome – vielseitig und eindrücklichDie Lewy-Body-Demenz zeigt sich oft durch eine Kombination verschiedener Kernsymptome, die in dieser Form einzigartig sind:Parkinson-ähnliche Symptome wie verlangsamte Bewegungen, Muskelsteife oder ZitternStarke Schwankungen der Aufmerksamkeit: Betroffene können innerhalb von Minuten sehr präsent wirken und kurz darauf kaum ansprechbar sein – mehrmals täglichFrühe visuelle Halluzinationen: Häufig sehen Betroffene Menschen oder Tiere, die nicht real sindREM-Schlaf-Verhaltensstörungen: Betroffene bewegen sich im Schlaf, sprechen oder „leben“ ihre Träume körperlich ausDie Verhaltensauffälligkeiten sind bei vielen Patientinnen und Patienten sehr ausgeprägt, welche für das Umfeld sehr eindrücklich und manchmal auch belastend sein können.Was passiert im Gehirn?Lewy-Body-Demenz ist eine neurodegenerative Erkrankung. Ausdruck der neurodegenerativen Krankheit sind Eiweissablagerungen im Gehirn, sogenannte Lewy-Körperchen. Diese sind toxisch und führen zum Absterben von Nervenzellen. Interessanterweise handelt es sich um die gleichen Eiweisse wie bei der Parkinson-Krankheit, allerdings lagern sie sich bei der Lewy-Body-Demenz an anderen Orten und in anderer Verteilung ab.Der Unterschied zeigt sich auch im Krankheitsverlauf:Während bei Parkinson zunächst meist Bewegungsstörungen im Vordergrund stehen, treten bei der Lewy-Body-Demenz frühzeitig Halluzinationen, alltagsrelevante Störungen der Aufmerksamkeit und Sinnestäuschungen auf.Die genauen Ursachen sind – wie auch bei Alzheimer – noch nicht abschliessend geklärt. Familiäre (genetische) Formen sind sehr selten.Behandlung: Symptome lindern, nicht heilenEine Heilung der Lewy-Body-Demenz gibt es bisher nicht. Die Behandlung ist symptomatisch und wird individuell angepasst.Medikamentös kann versucht werden, den Botenstoff Acetylcholin im Gehirn zu erhöhen. Dies kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken, zum Beispiel auf die visuellen Halluzinationen und die Störung der Aufmerksamkeit.Psychopharmaka werden bei Lewy-Body-Demenz sehr zurückhaltend eingesetzt. Einerseits verbessern sie die kognitive Leistungsfähigkeit nicht, andererseits können sie die Symptome – insbesondere Bewegungsstörungen – deutlich verschlechtern.Netzwerk für Angehörige hilfreichViele Betroffene nehmen ihre Erkrankung selbst kaum wahr. Die Halluzinationen hingegen können für sie und deren Umgebung sehr belastend sein. Das führt zu Stress – und Stress wiederum kann die Symptome verstärken.Für Angehörige ist eine klare Diagnose und gute Aufklärung enorm hilfreich. Sie ermöglicht, das Verhalten besser einzuordnen und angemessen zu reagieren. Ein strukturierter Alltag, ruhige Umgebungen und das Vermeiden von stressauslösenden Situationen können viel bewirken.Ebenso wichtig: Unterstützung annehmen. Der Austausch mit spezialisierten Organisationen und anderen Angehörigen entlastet, gibt Sicherheit und zeigt, dass man mit dieser Herausforderung nicht allein ist.Wenn Sie mehr über die Lewy-Body-Demenz erfahren möchten, dann hören Sie gern in die Folge 27 des Podcasts «Chopfsach» rein, in der Prof. Dr. med. Marc Sollberger, Leiter a.i. der Memory Clinic UAFP, die Krankheit anschaulich erläutert: Spotify: https://open.spotify.com/episode/1thfEVp1y7A00spUjaSWfi

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«Die Komplexität der Diätküche in der Altersmedizin ist eine besondere Anforderung»

27. January 2026 · ·
Diätküche

Unser Küchenchef Ronny Kunze erläutert im Interview, welche Bedeutung die Diätküche in der Geriatrie hat, welche Herausforderungen sie täglich meistern müssen und das Akzeptanz das A und O ist.Welche Bedeutung haben spezielle Ernährungsbedürfnisse und Mangelernährung in der Küche eines Altersmedizin-Spitals?Ronny Kunze: Das ist der absolute Kern unserer täglichen Mission. Spezielle Bedürfnisse als auch Mangelernährung unserer Patientinnen und Patienten sind der Grund, warum unsere 'Cuisine Felix' so eng mit der Medizin und der Forschung in der UAFP verzahnt ist.Die speziellen Ernährungsbedürfnisse, also die klassische Diätküche, sind bei uns der Standard, nicht die Ausnahme. Die Herausforderung im Alltag ist die enorme Vielfalt und die geforderte Präzision. Wir jonglieren permanent mit verschiedensten Konsistenzstufen bei Schluckstörungen (Dysphagie), von weicher Kost bis zu fein passiert, parallel zu Allergie-Menüs, Nieren-Diäten oder laktosefreien Varianten. Das managen wir über eine extrem präzise, datengestützte Planung in unserem Menübestellsystem und ein Team, das auf diese Komplexität spezialisiert ist.Aber die Mangelernährung ist der eigentliche, oft unsichtbare Gegner in der Geriatrie. Sie zu bekämpfen, ist unsere wichtigste Aufgabe, und wir verfolgen dabei eine mehrstufige Strategie, die weit über das normale Kochen hinausgeht.Einerseits meldet uns die Patientenhotellerie, die die Essensbestellungen der Patientinnen und Patienten aufnehmen, welches Menü gewünscht ist, andererseits wissen wir dank dem Foodscanner, was die Patienten wirklich essen. Der Foodscanner scannt jedes Tablett vor und nach dem Essen und liefert uns exakte Daten, was und wie viel gegessen wurde. Das ist für uns ein 'neuer Vitalwert' und die wichtigste, objektive Datengrundlage.Diese Daten gehen direkt an die Ernährungsberatung und an unsere spezialisierte NutriCare Clinic. Hier wird interdisziplinär entschieden, welche Intervention die Patientin bzw. der Patient braucht. Wir in der Küche sind dann die ausführenden Verantwortlichen dieses Therapieplans.Unser erster Ansatz ist immer 'Food First'. Wir reichern unsere Speisen (Suppen, Saucen, Pürees) mit hochwertigem Proteinpulver oder Fetten an, um die Nährstoffdichte zu maximieren. Wenn das nicht reicht oder eine gezielte Supplementierung nötig ist, kommen Spezialprodukte ins Spiel.Welche besonderen Anforderungen stellt die Diätküche aus Ihrer Sicht?Die eigentliche Anforderung ist nicht das Kochen der Diät an sich, salzarm oder laktosefrei ist reines Handwerk. Die besondere Anforderung hier in der Geriatrie ist die extreme Komplexität durch die Kombination und die absolute Null-Fehler-Toleranz.Wir haben selten nur den 'reinen' Allergiker. Wir haben den Allergiker, der zusätzlich eine schwere Nierenerkrankung hat und an einer Schluckstörung (Dysphagie) leidet. Das bedeutet, mein Team muss ein Menü produzieren, das a) keines dieser Allergene enthält, b) gleichzeitig streng protein- und kaliumarm sein muss und c) obendrein nicht als normales Stück Fleisch serviert werden darf, sondern in einer spezifischen, pürierten und angedickten Konsistenz, um eine Aspiration zu verhindern.Diese multidimensionale Anforderung stellt extreme Ansprüche an die Prozesssicherheit. Jede einzelne Komponente muss bei uns im Menübestellsystem lückenlos deklariert sein. Eine Verwechslung auf dem Posten oder am Band ist keine Option, es ist ein medizinisches Risiko.All diese Einschränkungen dürfen aber am Ende nicht dazu führen, dass das Essen 'traurig' aussieht oder schmeckt.Die grösste Herausforderung der Diätküche ist aber die Akzeptanz. Ein perfekt berechnetes, aber unappetitliches Püree, das nicht gegessen wird, verschlimmert die Mangelernährung. Die Anforderung ist also, diese hochkomplexe Formel in ein Gericht zu verwandeln, das Würde hat, das Appetit macht und das den Patienten dazu verleitet, die für ihn lebenswichtigen Kalorien und Nährstoffe auch wirklich aufzunehmen. Und genau das können wir dann wieder mit unserem Foodscanner überprüfen. So schliesst sich der Kreis.

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Wunde heilt nicht? Eine DEXA-Untersuchung steht an? Dann sind Sie bei uns richtig!

20. January 2026 · ·

Unsere ambulanten Angebote – für Gesundheit nach Mass Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER bietet ein breites Spektrum an ambulanten Dienstleistungen an – sowohl zur optimalen Nachsorge nach einem stationären Aufenthalt als auch für alle, die eine präventive oder spezialisierte Untersuchung benötigen. Unsere Leistungen umfassen ein vielfältiges Angebot an Therapien, Beratungen und Abklärungen – mit unseren auf das Alter spezialisierten Fachpersonen und teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Spitälern.Ambulante TherapienUnsere Therapeutinnen und Therapeuten haben ein Ziel: Ihre Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, möglichst lange selbstständig zu bleiben. Sie sind auf die Bedürfnisse älterer Menschen spezialisiert und wissen, worauf es ankommt – sei es durch gezielte Bewegung oder durch spezielle Übungen bei Sprach- oder Schluckbeschwerden. Unsere ambulanten Therapien sind massgeschneidert und gehen auf individuelle Bedürfnisse ein:Ergotherapie – fördert die Mobilität und Selbstständigkeit im AlltagLogopädie – unterstützt bei Sprech- und SchluckstörungenPhysiotherapie – bringt die Beweglichkeit wieder in Schwung Psychologischer DienstUnsere Neuropsychologinnen und -psychologen untersuchen und beraten Menschen mit Erkrankungen des Gehirns. Sie klären Gedächtnis- und Denkfähigkeiten ab, unterstützen Betroffene und Angehörige im Umgang mit Veränderungen im Alltag und bieten ein gezieltes, wissenschaftlich fundiertes kognitives Training an. Zudem begleiten sie Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall oder einer anderen Hirnerkrankung bei der schrittweisen Rückkehr ins Berufsleben und stehen in belastenden Situationen beratend zur Seite. Spezialisierte Abklärungen und BeratungenWir bieten umfangreiche diagnostische Abklärungen und fachkundige Beratungen an:Neurologische Abklärungen – Hirnschlagnachsorge sowie allgemeine neurologische FragenStroke und Kognition: Hirnfunktion nach einem Schlaganfall erfassenTraditionelle Chinesische Medizin (TCM) –Akupunktur, Ohrakupunktur, Moxibustion und SchröpfenSpezialisierte Abklärungen in Zusammenarbeit mit anderen KlinikenIn Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Basel bieten wir am Standort FELIX PLATTER folgende Untersuchungen an:Radiologie – Computertomografie, DEXA, Röntgen und Ultraschall.Dermatologie – umfassende Behandlung bei Haut-, Schleimhaut-, Nagel- und Haarerkrankungen als auch Wunden.Augenklinik – für alle Erkrankungen der Augen.Urologie – vom allgemeinen urologischen Bereich bis hin zu spezialisierten Eingriffen im Bereich der Uroonkologie.Clarunis, das universitäre Bauchzentrum Basel, kümmert sich an unserem Standort um Erkrankungen des gesamten Magendarmtrakts, inklusive Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm, Enddarm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase und Gallenwege. Mehr Informationen zu den einzelnen Angeboten finden Sie auf unserer Webseite.*******************************NewsletteranmeldungErhalten Sie die neusten Blogs und News automatisch per Email. Hier zum Anmeldeformular

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Heisse Getränke für kalte Tage, die gleichzeitig das Hirn fit halten

13. January 2026 · ·

Wenn es draussen kalt ist, tut ein wärmendes Getränk gut. Umso besser, wenn es noch gesund dazu ist. Grüntee, Ingwer und Kurkuma enthalten wertvolle Nährstoffe für das Gehirn und wärmen gleichzeitig von innen.Hier folgen drei wärmende Getränketipps für ein fittes Hirn:Matcha LatteMatcha ist gemahlener Grüntee. Er hat einen hohen Gehalt an Koffein und Antioxidantien und gilt als «Espresso unter den Tees».Was Sie brauchen: Matcha-Tee, heisses Wasser und Milch.Rezept für 2 Gläser von je ca. 3dl:2 TL Matcha in einen Messbecher geben, mit 1 dl heissem Wasser (max. 80 Grad) übergiessen, mit dem Schwingbesen oder Bambusbesen (Chasen) sehr gut verrühren. 5 dl Milch unter Rühren in einer Pfanne warm werden lassen. Milch zum Matcha-Wasser giessen, mit dem Mixstab oder dem Milchschäumer aufschäumen, in die Gläser verteilen, mit 1/4 TL Matcha bestäuben.Ingwer-Grapefruit-TeeDie Inhaltsstoffe von Ingwer wirken entzündungshemmend, erhöhen den Gehalt an Neurotransmittern (Botenstoffen) und können die Durchblutung des Gehirns fördern.Was Sie brauchen: Wasser, frischen Ingwer, rosa Grapefruits, Rohzucker.Rezept für 1 ½ Liter:1 ½ l Wasser aufkochen, 30g Ingwer (in Scheibchen) beigeben, ca. 5 Min. köcheln, absieben. 2 rosa Grapefruits heiss abspülen. Von einer Grapefruit 4 dünne Scheiben abschneiden, diese in die Gläser verteilen, restliche Grapefruits auspressen. Saft und 2 EL Rohzucker zum Tee geben, in die Gläser giessen.Golden MilkKurkuma wird auch Gelbwurzel genannt. Die antioxidativen Inhaltsstoffe scheinen auch im Gehirn zu wirken. Die Aufnahme vom Curcumin kann in Kombination mit Fett, Pfeffer und durch Erwärmen verbessert werden.Was Sie brauchen: Milch, Kurkuma, Zimt oder Vanillepaste, Ingwer, flüssigen Honig.Rezept für 2 Gläser von je ca. 3 dl:6 dl Milch, 1 TL Kurkuma und 1 Messerspitze Zimt (oder Vanillepaste) in eine Pfanne geben. 1 cm Ingwer fein dazureiben, unter Rühren mit dem Schwingbesen heiss werden lassen. Pfanne von der Platte nehmen, 2 EL Honig daruntermischen, Kurkuma-Milch in die Gläser verteilen, geniessen.Tipp: Golden Milk mit etwas Milchschaum verzieren.Diese und noch mehr Brainfood-Rezepte in Zusammenarbeit mit Betty Bossi finden Sie in unserem Magazin «gesund & smart».*******************************NewsletteranmeldungErhalten Sie die neusten Blogs und News automatisch per Email. Hier zum Anmeldeformular

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Antibiotika? Ja, aber Regeln beachten

05. January 2026 · ·
Antibiotika

Antibiotika sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Sie helfen, bakterielle Infektionen zu behandeln und retten jährlich Millionen von Leben. Doch ihr unsachgemässer Einsatz kann zu einem wachsenden Problem führen: der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen, die die Wirksamkeit dieser lebenswichtigen Medikamente gefährden.Im Spital setzen wir alles daran, die Entstehung von Antibiotikaresistenzen zu verhindern. Resistente Keime stellen eine wachsende Herausforderung für die moderne Medizin dar, weshalb wir mit verschiedenen Massnahmen dazu beitragen, die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig zu sichern. Doch auch als Patientin bzw. Patient können Sie aktiv mithelfen. Hier erfahren Sie, wie.Unsere Massnahmen zur Bekämpfung von ResistenzenGezielte, leitliniengerechte AntibiotikatherapieBeim Einsatz von Antibiotika richten wir uns nach aktuellen, wissenschaftlich fundierten Leitlinien, um sicherzustellen, dass nur die richtigen Medikamente für die richtigen Infektionen verschrieben werden. So vermeiden wir unnötigen Einsatz und die Gefahr von Resistenzentwicklung.Regelmässige Überprüfung und ggf. Deeskalation der MedikationFalls eine Behandlung nicht mehr nötig ist oder in Abhängigkeit vom Mikrobiologiebefund auf ein Antibiotikum mit einem schmalerem Keimspektrum umgestellt werden kann, tun wir dies, um die Entstehung von Resistenzen zu minimieren.Korrekte Entnahme und Interpretation mikrobiologischer ProbenUm sicherzustellen, dass wir gezielt und wirksam behandeln, ist es wichtig, dass mikrobiologische Proben korrekt entnommen und ausgewertet werden. So können wir genau feststellen, welcher Erreger die Infektion verursacht und welches Antibiotikum am besten wirkt.Konsequente Hygienemassnahmen zur Vermeidung nosokomialer InfektionenHygiene spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Verbreitung von Krankheitserregern inklusiv resistenter Bakterien. Durch strikte Hygienemassnahmen, wie etwa Händewaschen und Desinfektion, verhindern wir die Verbreitung von Infektionen innerhalb des Spitals.Was können Sie als Patientin bzw. Patient tun?Antibiotika nur nach ärztlicher Verordnung einnehmenNehmen Sie Antibiotika nur dann ein, wenn diese von einer Ärztin oder einem Arzt verordnet wurden. Eine eigenmächtige Einnahme von Antibiotika kann nicht nur Ihre Gesundheit gefährden, sondern auch zur Entstehung von Resistenzen beitragen.Therapie vollständig und wie verordnet durchführenEs ist wichtig, dass Sie die verordnete Therapie vollständig und nach den Anweisungen der Ärztin oder des Arztes einnehmen. Lassen Sie keine Einnahme aus. Je nach Antibiotikum sind Einnahmehinweise relevant wie z.B. Abstand zu den Mahlzeiten oder Einnahme alle 8 Stunden, um konstant genügende hohe Wirkkonzentrationen zu erreichen.  Keine Restbestände aufbewahren oder weitergebenFalls nach Abschluss Ihrer Behandlung noch Antibiotika übrig sind, bewahren Sie diese nicht auf und geben Sie sie nicht weiter. Entsorgen Sie Antibiotika nicht im Haushaltsabfall oder Abwasser, dies birgt die Gefahr von Resistenzentwicklung in der Umwelt. Bringen Sie nicht mehr benötigte Medikamente zurück in die Apotheke zur fachgerechten Entsorgung.Händehygiene einhalten – auch beim Besuch im SpitalEine der einfachsten, aber effektivsten Massnahmen zur Vermeidung von Infektionen ist gründliches Händewaschen. Achten Sie darauf, regelmässig Ihre Hände zu desinfizieren, insbesondere nach dem Kontakt mit Oberflächen, Türen oder anderen Personen. Das gilt nicht nur für das Personal, sondern auch für Besuchende.Gemeinsam gegen ResistenzenDer Kampf gegen Antibiotikaresistenzen ist eine gemeinsame Aufgabe. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsfachpersonen und den Patientinnen bzw. Patienten können wir sicherstellen, dass Antibiotika auch in Zukunft ihre volle Wirkung entfalten können. Ihre Mithilfe ist entscheidend – und zusammen können wir einen grossen Unterschied machen.*******************************NewsletteranmeldungErhalten Sie die neusten Blogs und News automatisch per Email. Hier zum Anmeldeformular

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