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Einblick in die geriatrische Rehabilitation der Tagesklinik an der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER
Elodie Grotzinger sitzt am Tisch und überlegt kurz, bevor sie antwortet. Dann sagt sie: «Auf einer Notfallstation hatte ich kaum Zeit, wirklich mit jemandem zu sprechen. Hier ist das anders. Hier kann ich fragen, wie es jemandem zuhause geht, was ihn oder sie beschäftigt und was er oder sie sich wünscht.» Seit Januar 2025 arbeitet die diplomierte Pflegefachfrau in der Tagesklinik der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER.Was ist die Tagesklinik?Viele kennen die klassische, stationäre Rehabilitation: Man wird ins Spital eingewiesen, verbringt Tage oder Wochen auf der Station mit zugewiesenem Zimmer und kehrt schliesslich nach Hause zurück. In der Tagesklinik hingegen kommen die Patientinnen und Patienten ein- bis fünfmal pro Woche tagsüber in die Rehabilitation und schlafen abends im eigenen Bett. Ambulant statt stationär mit der vollen Intensität einer geriatrischen Rehabilitation.«Es ist die Möglichkeit, in einem einfühlsamen Rahmen eine individuell abgestimmte Rehabilitation durchzuführen», beschreibt Elodie das Angebot. In dieser Reha absolvieren die Patientinnen und Patienten individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt mehrere Therapien: Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie oder weitere mögliche ambulante Angebote, alles an einem Tag, alles unter einem Dach. Kein Hin- und Herpendeln zwischen verschiedenen Praxen, kein Koordinationsaufwand. Alles läuft aufeinander abgestimmt.Für wen ist die Tagesklinik gedacht?Das Angebot richtet sich an geriatrische Patientinnen und Patienten mit Rehabilitationspotenzial, d. h. mit der körperlichen und kognitiven Fähigkeit, aktiv an einem Therapieprogramm teilzunehmen. Geeignet sind beispielsweise Personen nach einem Schlaganfall, mit Parkinson oder Multipler Sklerose, mit eingeschränkter Mobilität oder kognitiven Beeinträchtigungen. Die Patientinnen und Patienten müssen im Kanton Basel-Stadt oder Baselland wohnen, zu Hause leben (nicht in einem Pflege- oder Altersheim) und über eine ärztliche Zuweisung verfügen. Die Zuweisung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen: durch den Hausarzt oder eine Fachspezialistin, direkt aus dem ambulanten Bereich, aber auch durch eine stationäre Einrichtung im Anschluss an einen Spitalaufenthalt, wenn eine ambulante Weiterführung der Rehabilitation angestrebt wird. Eine stationäre Vorbehandlung ist jedoch keine Voraussetzung. Vor Therapiebeginn muss eine Kostengutsprache bei der Krankenkasse eingeholt werden, die in der Regel für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Wochen erteilt wird.Das Ziel ist dabei immer: Selbständigkeit erhalten oder wiederherstellen. Das klingt manchmal abstrakt, bis Elodie ein Beispiel nennt. «Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet es unglaublich viel, wenn sie die Jacke wieder selbst zu- und aufmachen können. Oder wenn sie wieder mit dem Löffel essen können ohne Hilfe. Das sind keine Kleinigkeiten. Das ist Würde.»Ein Tag in der TagesklinikWer morgens in der Tagesklinik ankommt, wird zunächst von der Pflege empfangen. Vitalwerte werden gemessen und der Therapieplan für den Tag wird besprochen. Jeder Plan ist individuell und je nach Tag und Fortschritt unterschiedlich zusammengestellt. Vorher findet täglich ein kurzes Teambriefing statt, der sogenannte Huddle: Pflegefachpersonen, Therapeutinnen und Therapeuten, Therapieplanerin sowie die Teamleitung setzen sich zusammen, besprechen neue Eintritte, besondere Vorkommnisse und aktuelle Entwicklungen bei den Patientinnen und Patienten.Zwischen den Therapieeinheiten gibt es Eigentraining: Gedächtnisübungen am Computer, Gehtraining im Garten, angeleitete Alltagsübungen, begleitet durch die Pflege. «Wir sind nicht einfach da, um Abläufe zu koordinieren», sagt Elodie. «Wir sind da, um mit den Menschen zu sein. Manchmal hat jemand einen verminderten Antrieb, manchmal sind sie emotional sehr belastet. Dann muss man einfach dabei bleiben und da sein.»Im Verlauf der Rehabilitation findet ein interdisziplinäres Standortgespräch statt: Wie hat sich die Situation entwickelt? Welche Ziele wurden erreicht? Was kommt als Nächstes?Ein Moment, der bleibtElodie erzählt von einer Patientin, die nach einem Schlaganfall und infolge einer epileptischen Erkrankung im Rollstuhl sass. Was dann passierte, beschreibt sie mit Begeisterung: «Sie geht jetzt wieder, unter Supervision, mit Rollator, aber sie geht. Sie mobilisiert sich selbst vom Bett in den Rollstuhl. Sie kocht wieder zuhause. Und sie konnte die Spitexstunden reduzieren.» Das ist keine Selbstverständlichkeit, sagt Elodie. Das sei das Ziel der ganzen Arbeit.Ein Team wie eine FamilieWas die Tagesklinik neben dem Therapieangebot auszeichnet, ist das Miteinander unter den Mitarbeitenden wie auch mit den Patientinnen und Patienten. Elodie beschreibt ihr Team als familiär, klein, aber sehr zusammengeschweisst. «Wenn ich etwas brauche, ist immer jemand da, der mir helfen kann.» Das Interdisziplinäre gefällt ihr besonders: Wer eine Frage hat, kann direkt jemanden aus einer anderen Fachdisziplin ansprechen, sei es eine Person aus der Physiotherapie, Logopädie oder einer anderen Fachrichtung. «Wir geben alles, damit jede Patientin und jeder Patient bei uns die Unterstützung bekommt, die sie oder er wirklich braucht.»Haben Sie Fragen zur Tagesklinik der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER oder möchten Sie eine Zuweisung vornehmen? Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website oder direkt per Mail: tagesklinik@felixplatter.ch
Neue Studie eröffnet Perspektiven für zukünftige Alzheimertherapien
Eine internationale Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. med. Marc Aurel Busche, Leiter des Departements für demenzielle Erkrankungen und Chefarzt der Memory Clinic der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER, liefert neue Hinweise darauf, wie zwei zentrale krankhafte Eiweisse bei Alzheimer, Amyloid-β und Tau, gemeinsam wichtige Gedächtnisnetzwerke im Gehirn stören. Amyloid-β und Tau gelten als die beiden wichtigsten krankhaften Eiweissablagerungen bei der Alzheimer-Krankheit. Für Betroffene ist jedoch vor allem entscheidend, was diese Veränderungen für Gedächtnis, Denken und Orientierung bedeuten. Genau hier setzt die Studie an. Sie zeigt, dass Amyloid-β und Tau gemeinsam Hirnnetzwerke beeinträchtigen, die für Gedächtnis und kognitive Leistungen besonders wichtig sind.In den Untersuchungen zeigte sich, dass sich diese gestörten Hirnnetzwerke nur dann wieder verbessern liessen, wenn Amyloid-β und Tau gleichzeitig reduziert wurden, selbst dann, wenn sich bereits Ablagerungen im Gehirn gebildet hatten. Diese funktionelle Erholung ging auch mit einer besseren Gedächtnisleistung einher. Gleichzeitig war ein Blutmarker für Schädigungen von Nervenzellen, das sogenannte Neurofilament light (NfL), nicht mehr erhöht. Das spricht dafür, dass die gestörten Hirnnetzwerke eng mit krankheitsrelevanten (neurodegenerativen) Schädigungsprozessen verknüpft sein könnten.Zudem identifizierte die Studie einen zugrunde liegenden Mechanismus, über den Amyloid-β und Tau die Signalverarbeitung zwischen Nervenzellen stören und so die Funktion wichtiger Hirnnetzwerke beeinträchtigen. Befunde in menschlichem Gewebe und in humanen Organoidmodellen stützen zusätzlich die Relevanz der Ergebnisse für die Alzheimer-Krankheit beim Menschen. Damit liefert die Arbeit wichtige Grundlagen für die weitere Erforschung neuer Therapieansätze.„Unsere Studie zeigt, dass Amyloid-β und Tau wichtige Gedächtnisnetzwerke im Gehirn gemeinsam stören. Besonders bemerkenswert ist, dass sich diese Störungen in unseren Modellen nur dann wieder besserten, wenn beide gleichzeitig reduziert wurden. Das liefert wichtige Hinweise darauf, warum das Zusammenspiel beider Krankheitsmechanismen für die Alzheimer-Krankheit so bedeutsam ist und spricht dafür, zukünftige Therapien stärker auf dieses Zusammenspiel auszurichten“, sagt Prof. Busche.Die Studie ist am 30. März 2026 in der Fachzeitschrift Neuron erschienen. Link zur Publikation: Alzheimer’s disease pathology degrades an NMDA receptor-dependent spontaneous activity pattern in cortico-hippocampal circuits - ScienceDirect
«Die Besonderheit liegt im Rhythmus und in der Dimension»
Küche ist gleich Küche? Nein, sagt Ronny Kunze, Küchenchef der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. In der Spitalküche liegt der Fokus auf dem Planen, in einem Restaurant auf sofortiges Agieren. Im Interview gibt Kunze einen Einblick hinter die Kulissen einer Spitalküche in der Altersmedizin. Welche Besonderheiten und Herausforderungen begegnen dir beim Arbeiten in einer Spitalküche?Ronny Kunze: Die Besonderheiten und Herausforderungen hier in der Universitären Altersmedizin sind extrem vielschichtig.Die allergrösste Besonderheit ist ganz klar die Patientin bzw. der Patient. Wir kochen hier nicht für Gäste, sondern für hochbetagte, multimorbide Patientinnen und Patienten. Das heisst, unsere tägliche Kernherausforderung ist nicht die Sterneküche, sondern der aktive Kampf gegen die Mangelernährung.Viele unserer Patienten sind gebrechlich, haben altersbedingt wenig Appetit, oft veränderte Geschmackswahrnehmungen oder auch Kau- und Schluckstörungen, die sogenannte Dysphagie.Das führt direkt zur zweiten grossen Herausforderung: Unsere Speisen sind ein integraler Bestandteil der Therapie. Es geht um eine hohe Nährstoffdichte auf oft kleinem Volumen. Dabei kommt es u.a. auf exakt definierte Proteinmengen bei einer enormen Vielfalt an spezialisierten Kostformen und Diäten an.Wie entwickelt ihr eure Menüs?Als Küchenchef bin ich im Austausch mit der Hotellerie, Ernährungsberatung, den Pflegenden, der Logopädie (Schlucktherapie) und den Ärztinnen und Ärzten. Eine äusserst hilfreiche Unterstützung ist unser KI-gestützter Foodscanner. Damit messen wir nicht nur den Foodwaste, sondern wir erfassen, wieviel und was der Patient wirklich gegessen hat. Diese Daten sind unser wichtigstes Feedback-Tool, um die Menüs anzupassen und die Therapie zu unterstützen.Mein Team von 38 Mitarbeitenden managt jedoch nicht nur die komplexe Patientenverpflegung, sondern auch die Verpflegung unserer Mitarbeitenden. Für das Personalrestaurant 'Ristorante Verde' kochen wir über 250 Essen täglich, und das frisch, ausgewogen und möglichst regional. Unsere Köche können dabei auch eigene Ideen und Kreationen einbringen, wie z.B. unsere Home Made Pickles oder eine japanische Ramensuppe. Diese unkonventionellen Menüs bringen frischen Wind in unsere Küche und auch auf den Teller.Was unterscheidet die Küchenarbeit im Spital von einem Restaurant?Der grösste Unterschied ist der Rhythmus und die Dimension.Die 'À la carte'-Küche ist ein Sprinter, der auf Zuruf losrennt. Wir hier im Spital sind ein perfekt choreographiertes Orchester, das auf einen exakten Zeitpunkt hin eine Symphonie abliefern muss.Im À-la-carte-Restaurant reagierst du: Der Bon kommt rein, und dein Posten kocht 'à la minute' ein einzelnes, perfektes Gericht. Der Stress bündelt sich auf den Service-Peak am Abend. Hier bei uns im UAFP ist es genau umgekehrt: Wir agieren und planen. Wir produzieren nicht auf Bestellung, sondern im Voraus. Unser Patient wählt sein Menü oft schon am Vortag über unser Menübestellsystem aus. Unser Stress liegt nicht im 'Bon-Gewitter', sondern in der perfekten Produktionsplanung, sowohl für die rund 300 Patienten-Menüs als auch die über 250 Mitarbeitenden-Menüs täglich.Auch der Weg des Essens zu den Patienten ist ein anderer als im Restaurant zum Gast. Das Essen muss so konzipiert sein, dass es den längeren Weg über mehrere Stockwerke übersteht und auf dem Zimmer noch eine exzellente Qualität und die richtige Temperatur hat.Im Restaurant bekommt man sofort Feedback, wenn der Teller leer oder voll zurückkommt. Im Spital bekommen wir unser Feedback meist zeitverzögert, aber dafür technologie-unterstützt durch den Foodscanner. Wir sehen nicht nur, ob es geschmeckt hat, sondern können auswerten, welche Komponente funktioniert. Das ist eine komplett andere Art der Qualitätskontrolle, weniger emotional im Moment, dafür datenbasierter und nachhaltiger.
Eine neue Therapie bei früher Alzheimer-Krankheit: Was Sie über Kisunla (Donanemab) wissen sollten
Was ist Alzheimer überhaupt? Alzheimer ist die häufigste Ursache einer Demenz. Es handelt sich nicht um eine normale Alterserscheinung, sondern um eine Erkrankung des Gehirns. Dabei lagern sich krankhaft veränderte Eiweisse (Proteine), vor allem Amyloid und Tau, im Gehirn ab. Diese Veränderungen beginnen oft viele Jahre vor den ersten Symptomen und schädigen mit der Zeit Nervenzellen und ihre Verbindungen. Die ersten Beschwerden sind oft unauffällig und nicht immer leicht einzuordnen. Häufig fällt zunächst auf, dass neue Informationen schlechter behalten werden. Gespräche, Termine oder kürzlich Erlebtes werden rasch vergessen, dieselben Fragen wiederholt oder Gegenstände verlegt. Alzheimer betrifft aber nicht nur das Gedächtnis. Auch Sprache, Konzentration, Orientierung sowie das Planen und Organisieren können früh beeinträchtigt sein. Manche Betroffene haben zudem Mühe, sich zurechtzufinden oder visuelle Eindrücke richtig einzuordnen. Hinzu kommen bei manchen Veränderungen von Stimmung oder Verhalten, etwa sozialer Rückzug, verminderter Antrieb, Unsicherheit oder Reizbarkeit.Dass Gedächtnis, Konzentration oder geistige Schnelligkeit im Alter etwas nachlassen, ist nicht ungewöhnlich. Die Abgrenzung zwischen normalem Altern und einer beginnenden Störung ist aber nicht immer einfach. Entscheidend ist, ob Veränderungen im Vergleich zu früher neu sind, mit der Zeit zunehmen und auch von Angehörigen oder anderen nahestehenden Personen bemerkt werden, selbst wenn der Alltag noch weitgehend selbständig bewältigt wird. Solche Veränderungen sollten ärztlich abgeklärt werden, am besten in einer Memory Clinic.Eine wichtige Neuzulassung in der SchweizAnfang Februar 2026 hat Swissmedic Kisunla (Wirkstoff: Donanemab) für die Schweiz zugelassen. Damit gibt es in der Schweiz erstmals eine Behandlung gegen die frühe Alzheimer-Krankheit, die nicht nur Symptome lindern soll, sondern den Krankheitsverlauf im frühen Stadium verlangsamen kann. An der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER und in der Memory Clinic in Basel haben wir uns auf diese neue Therapie vorbereitet und können sie geeigneten Patientinnen und Patienten anbieten.Wie wirkt Donanemab?Donanemab ist ein Antikörper, der gezielt an Amyloid-Ablagerungen im Gehirn bindet. Dadurch werden diese Ablagerungen für die Abwehrzellen des Gehirns besser erkennbar und können nach und nach abgebaut werden. Ziel ist es, die Amyloid-Belastung im Gehirn zu verringern und so das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit im frühen Stadium zu verlangsamen.Damit unterscheidet sich Donanemab von bisherigen Alzheimer-Medikamenten wie Donepezil oder Memantin. Diese können bei manchen Betroffenen Beschwerden vorübergehend etwas lindern oder stabilisieren, greifen aber nicht direkt in die krankhaften Veränderungen im Gehirn ein. Donanemab setzt dagegen an einer typischen Veränderung der Alzheimer-Krankheit selbst an und soll so den Krankheitsverlauf bremsen.Was bringt die Behandlung konkret?Donanemab heilt Alzheimer nicht, kann das Fortschreiten der Erkrankung im frühen Stadium aber messbar verlangsamen. Unter Donanemab schritt die Erkrankung im untersuchten Zeitraum von 18 Monaten um rund 30 Prozent langsamer voran. Das entspricht einem Zeitgewinn von etwa 4 bis 6 Monaten. Neuere Langzeitdaten deuten darauf hin, dass dieser Vorteil mit längerer Beobachtung noch weiter zunehmen könnte. Gleichzeitig war das Risiko um 37 Prozent geringer, innerhalb dieses Zeitraums in ein schwereres Krankheitsstadium überzugehen, zum Beispiel von einer leichten kognitiven Störung in eine leichte Demenz. Für Betroffene und ihre Angehörigen kann das bedeuten, dass wichtige Fähigkeiten länger erhalten bleiben und mehr Zeit in einem früheren, oft selbständigeren Stadium der Erkrankung gewonnen wird.Wer kann von dieser Therapie profitieren?Kisunla ist nicht für alle Menschen mit Alzheimer geeignet. Die Zulassung gilt für Erwachsene, die folgende Voraussetzungen erfüllen:· Frühes Stadium: Die Behandlung ist nur für Erwachsene mit einer leichten kognitiven Störung oder einer leichten Demenz aufgrund von Alzheimer zugelassen.· Nachweis von Amyloid: Es muss sicher gezeigt werden, dass tatsächlich für Alzheimer-typische Amyloid-Ablagerungen im Gehirn vorliegen. Das geschieht mit einer geeigneten Untersuchung, zum Beispiel mit einer Amyloid-PET.· Gentest (ApoE): Vor Beginn der Behandlung braucht es einen Gentest. Menschen mit zwei ApoE4-Kopien kommen derzeit nicht für Kisunla infrage, weil das Risiko für Nebenwirkungen höher ist.· Vor Beginn wird sorgfältig geprüft, ob die Behandlung sicher ist: Dazu gehören eine MRT-Untersuchung des Gehirns und eine ärztliche Abklärung. Auch bestimmte Blutverdünner oder MRT-Befunde können gegen die Behandlung sprechen.Wie wird das Medikament verabreicht?Donanemab wird ambulant als Infusion in eine Vene verabreicht, in der Regel einmal alle vier Wochen. An der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER in Basel kommen Patientinnen und Patienten dafür in die Klinik und können danach wieder nach Hause gehen. Die Infusion selbst dauert mindestens 30 Minuten. Anschliessend bleiben die Patientinnen und Patienten noch mindestens 30 Minuten zur Beobachtung in der Klinik. Während der Behandlung sind regelmässige MRT-Kontrollen erforderlich, um mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen. Die Behandlung ist nicht auf Dauer angelegt, sondern wird so lange fortgeführt, bis die Amyloid-Ablagerungen weitgehend entfernt sind, spätestens jedoch nach 18 Monaten.Gibt es Risiken?Wie jedes wirksame Medikament kann auch Donanemab Nebenwirkungen verursachen. Dazu gehören Reaktionen während oder kurz nach der Infusion. Typische Beschwerden sind Rötung, Schüttelfrost, Übelkeit oder Erbrechen, Schwitzen und manchmal auch Veränderungen des Blutdrucks. In der Regel lassen sich diese Reaktionen gut behandeln.Am wichtigsten sind jedoch sogenannte ARIA. Das sind Veränderungen im MRT des Gehirns, meist vorübergehende Schwellungen oder kleine Blutungszeichen. Vereinfacht gesagt zeigen sich mit dem heute verwendeten schrittweisen Dosierungsschema bei etwa 1 von 8 Behandelten solche Schwellungen im MRT. Beschwerden machen sie deutlich seltener, etwa bei 1 von 30 Behandelten. Wenn Symptome auftreten, sind es meist Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindel oder Übelkeit. Die meisten dieser Veränderungen treten in den ersten Monaten, vor allem in den ersten sechs Monaten, auf und bilden sich in der Regel wieder zurück. Selten können sie auch schwer verlaufen.Zu den ARIA gehören auch kleine Blutungszeichen, sogenannte Mikroblutungen. Solche Befunde können im höheren Alter, bei Alzheimer und auch unabhängig von der Behandlung vorkommen und bleiben oft ohne akute Beschwerden. Unter Donanemab ist aber wichtig, ob neue Mikroblutungen auftreten oder bestehende zunehmen. Genau deshalb sind die MRT-Kontrollen vor und während der Behandlung so wichtig. Sehr selten können auch grössere Blutungen im Gehirn auftreten. Dieses Risiko ist insgesamt niedrig und lag in den Studien bei unter 1 Prozent.Warum ist frühes Handeln so wichtig?Das Zeitfenster für eine Behandlung mit Kisunla ist begrenzt. Die Behandlung kommt nur im frühen Stadium einer Alzheimer-Krankheit in Frage, also bei einer leichten kognitiven Störung oder einer leichten Demenz. Umso wichtiger ist es, anhaltende Veränderungen früh ärztlich abklären zu lassen. Wer bei sich selbst oder bei einer nahestehenden Person anhaltende Probleme mit Gedächtnis, Orientierung, Sprache oder Denken bemerkt, sollte dies ernst nehmen. Eine frühe Abklärung an der Memory Clinic der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER kann helfen, die Ursache rasch einzuordnen, andere mögliche Gründe für die Beschwerden auszuschliessen und zu prüfen, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen. Und auch wenn am Ende keine Anti-Amyloid-Therapie infrage kommt, ist eine frühe Diagnose wertvoll, weil sie Klarheit schafft und rechtzeitig Unterstützung für Betroffene und Angehörige ermöglicht. Bei fachlichen Rückfragen wenden Sie sich gerne an:Prof. Dr. Dr. med. Marc Aurel BuscheDepartementsleiter und Chefarzt der Memory ClinicUniversitäre Altersmedizin FELIX PLATTERmarcaurel.busche@felixplatter.ch
«Ruhe bewahren bei Delir-Patienten ist entscheidend»
Ein Delir tritt oft plötzlich auf – etwa nach einer Operation, bei starken Schmerzen oder anderen körperlichen Belastungen. Besonders gefährdet sind Menschen mit bereits bestehenden kognitiven Einschränkungen. Für Betroffene und Angehörige bedeutet der akute Verwirrtheitszustand eine grosse Herausforderung. Genau hier setzt unsere DelirUnit an.Die spezialisierte Station kümmert sich um Patientinnen und Patienten mit einem akuten Delir. Ein interprofessionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychiaterinnen und Psychiatern sowie Pflege- und Therapiefachpersonen arbeitet eng zusammen. Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: Stabilität schaffen und die vorhandenen Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten bestmöglich fördern.Erol Cetinkaya, Stationsleiter der DelirUnit und der MIBS, weiss aus Erfahrung, worauf es ankommt:«Wichtig ist, den Betroffenen mit Ruhe zu begegnen. Jeder Mensch erlebt ein Delir anders – deshalb schauen wir jeden Fall individuell an.»Ergänzt wird das Angebot durch die MIBS (Multidisziplinäre Intensiv Betreuungsstation). Sie richtet sich an Menschen mit komplexen somatischen Erkrankungen und gleichzeitiger kognitiver Beeinträchtigung. Hier werden unter anderem Patientinnen und Patienten mit einem abklingenden Delir betreut.Ein zentraler Faktor auf der DelirUnit und der MIBS ist Zeit: «Unsere Pflegenden können sich intensiver um die einzelnen Patientinnen und Patienten kümmern», sagt Erol Centinkaya. «Dass wir im FELIX in diesem Setting arbeiten und uns im Team regelmässig austauschen können, macht diese Arbeit besonders wertvoll.»Mit der DelirUnit und der MIBS bietet das FELIX ein spezialisiertes Umfeld für Menschen mit komplexen Bedürfnissen – kompetent, interprofessionell und mit viel Erfahrung.
HF-Pflegeausbildung in der Universitären Altersmedizin – was den Ausbildungsort FELIX PLATTER besonders macht
Die Wahl des richtigen Ausbildungsorts ist für angehende diplomierte Pflegefachkräfte HF eine wichtige Entscheidung. Neben dem Lehrplan und den formalen Anforderungen prägen vor allem das Umfeld, die Begleitung und die Praxisnähe den Erfolg einer Ausbildung massgeblich. Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) bietet in dieser Hinsicht ein Ausbildungsumfeld, das sich in mehreren Punkten von anderen Institutionen unterscheidet.Vielseitigkeit als GrundprinzipWas die UAFP als Ausbildungsort auszeichnet, ist die Breite der Einsatzmöglichkeiten unter einem Dach. Studierende durchlaufen Einsätze in der Akuten Altersmedizin, der Rehabilitation sowie der Alterspsychiatrie. Drei Bereiche, die jeweils eigene fachliche Anforderungen mitbringen und gemeinsam ein ausgesprochen vielseitiges Lernumfeld schaffen.Individuelle BegleitungEin zentrales Element der Ausbildungsphilosophie der UAFP ist die individuelle Förderung der Studierenden. Das Berufsbildungsteam setzt dabei auf verschiedene Begleitformen, die ineinandergreifen.Einzelbegleitungen im Praxisalltag und in der Lernwerkstatt ermöglichen eine gezielte Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernstand. Gruppenunterrichte und Fallbesprechungen schaffen Raum, um voneinander und miteinander zu lernen. Praxisintegrierte Lernbegleitungen ermöglichen es, direkt am und vom Modell zu lernen.Fachliche Schwerpunkte: Pflegeprozess und interdisziplinäre ZusammenarbeitInhaltlich wird in der Ausbildung besonderen Wert gelegt auf zwei Bereiche, die für die moderne Pflege zentral sind:Der erste Schwerpunkt liegt auf dem Führen des Pflegeprozesses und der Arbeit mit Pflegediagnosen. Studierende lernen, strukturiert und methodisch vorzugehen, von der Einschätzung der Pflegesituation über die Zieldefinition bis hin zur Evaluation der getroffenen Massnahmen. Diese Kompetenz bildet das fachliche Fundament jeder professionellen Pflegepraxis.Der zweite Schwerpunkt ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. In einem Haus mit rund 1000 Mitarbeitenden aus 47 Nationen und unterschiedlichsten Berufsgruppen ist die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg nicht Ausnahme, sondern Alltag. Studierende üben früh, sich in diesem interprofessionellen Umfeld zu bewegen, auf Augenhöhe zu kommunizieren und ihren fachlichen Beitrag im Team einzubringen.Altersmedizin als ZukunftsfeldDie Entscheidung für eine Ausbildung in der Altersmedizin ist auch eine Entscheidung mit Blick auf die Zukunft. Der geriatrische Bereich gehört zu den am stärksten wachsenden Feldern im Gesundheitswesen, was die demografische Entwicklung auch zeigt. Wer in diesem Bereich ausgebildet wird, erwirbt Kompetenzen, die zunehmend gefragt sein werden, und hat die Möglichkeit, die Weiterentwicklung dieses Fachbereichs aktiv mitzuprägen.In der UAFP wird dieser Anspruch ernst genommen. Die Institution versteht sich nicht nur als Ausbildungsort, sondern als Ort, an dem die Pflege von morgen mitgestaltet wird.Zur BewerbungHat dieser Blog Ihr Interesse an einer Ausbildung als diplomierte Pflegefachkraft geweckt? Weitere Informationen zur Ausbildung zur diplomierten Pflegefachkraft HF finden Sie hier: https://www.felixplatter.ch/felixplatter/stellen/jobs/studierende-zur-diplomierte-pflegefachperson-hf-ausbildung
Am «Fasnachtszyschtig» ins Spital mit «Doggter FMH»
Am Fasnachtsdienstag um 14 Uhr hiess es für rund 50 aktive Fasnächtlerinnen und Fasnächtler vor der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) wieder «Yysschtoo». Seit über 40 Jahren bringen die Fasnächtler den Patientinnen und Patienten ein Stück Fasnacht aus der Innenstadt ins Spital. In dieser Ausgabe lieferten die Schnitzelbänggler «Doggter FMH», «Dipflischysser», und den «Böschtler» wieder scharfe Pointen. Verstärkung gab es von der Clique «Rhysäälige» und erstmals dabei waren die «Guggemuusig Gugge-Mysli 1956». Durchs Programm führte Heinz, ein langjähriger Sänger der früheren Bangg «d Gasladärne».Langjährige TraditionDas «Drummeli» wurde vor über 40 Jahren von fasnachtsbegeisterten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der UAFP ins Leben gerufen, um die Fasnacht auch für die Patientinnen und Patienten im Spital erlebbar zu machen. Den mitwirkenden Aktiven liegt diese Veranstaltung sehr am Herzen und sie freuen sich jedes Jahr, die Patientinnen und Patienten zum Lachen zu bringen.
Mehr als Dekoration: Wie Bilder im Spital Erinnerungen wecken und Genesung fördern
Das unmittelbare räumliche Umfeld hat einen wichtigen Einfluss auf das Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten in Spitälern. Zahlreiche Studien zeigen, wie Menschen auf ihre Umgebung reagieren und dass Farben und Bilder die Wahrnehmung beeinflussen. Farben lösen Assoziationen und Emotionen aus, beeinflussen unser Denken und letztlich sogar die Art, wie wir handeln. Besonders bemerkenswert: Die Forschung weist wiederholt auf die regenerierende Wirkung der Natur, ihrer Farben und Strukturen hin.Die Umsetzung in der UAFP: 500 Fenster zur HeimatDieses Wissen wird in der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER angewandt, um den Genesungsprozess und die Orientierung zu unterstützen: Sämtliche Patientenzimmer und Gänge sind sowohl in sanften Tönen gestrichen als auch mit über 500 fenstergrossen Fotografien aus dem Raum Basel ausgestattet. Diese Bildauswahl folgt klaren Erkenntnissen: Patientinnen und Patienten bevorzugen am häufigsten Bilder, die Ruhe ausstrahlen und deren Thema leicht zu erkennen und zu verstehen ist. Naturdarstellungen, insbesondere fotografische Naturdarstellungen, erweisen sich dabei als besonders beliebt, da sie eine grundsätzlich beruhigende Wirkung auf den Menschen ausüben. Die vertrauten Motive aus der Natur und den gewohnten Alltagsumgebungen der Region Basel wecken positive Erinnerungen. Lesbare Bilder helfen den Patientinnen und Patienten, in der fremden Umgebung ihres Zimmers eine bindende Atmosphäre zu schaffen und sich in den Motiven wiederzufinden.Patientengeschichte: Wenn ein Bild einer «Schüür» Kindheitserinnerungen wecktSich in den Motiven wiederzufinden – was diese schlichte Formulierung in der Praxis bedeutet, zeigt die Geschichte des Patienten Herrn P. eindrücklich. Als er sein Zimmer Nr. 223 betritt, sticht ihm das fenstergrosse Bild an der Wand sofort ins Auge: die «Schüür», eine traditionelle Scheune aus dem Oberbaselbiet. Trotz seines belastenden Zustandes, krank im Spital zu sein, löst dieser Anblick pure Freude aus, «ein extremes Glücksgefühl», wie er es selbst beschreibt. Denn das Motiv erinnert ihn unmittelbar an die Scheune seines Grossvaters. Jene Scheune, bei der er als Kind spielte, Tee und Zvieri bekam und für das Kartoffelaufheben einen Batzen verdiente.„Dass mir ein Teil des Oberbaselbiets im Zimmer begegnet, habe ich nicht erahnt“, erzählt Herr P. Ein Bild, an das er während Jahrzehnten nicht mehr denkt, holt ihn unvermittelt zurück in seine Kindheit. „Als hätte sich ein Kreis meines Lebens geschlossen – und das in einem Spital, wo ich es nicht erwarte.“Bewegung dank Fotomotiven wiedergefundenFür Herrn P., einen sehr naturverbundenen und bewegungsliebenden Menschen, der trotz seiner rheumatischen Erkrankung täglich Radtouren unternimmt, ist die Immobilität im Spital besonders schwierig. Das Rheuma zwingt ihn zur Bewegung, denn nur so kann er sich gesund und mobil halten. Mit Schmerzen und einem entzündeten Gelenk ist ihm genau dies nicht mehr möglich. Die Bilder im Zimmer und auf den Spitalgängen werden für ihn zu einem Ersatz der gewohnten Aktivitäten draussen. Sie beflügeln ihn, motivieren ihn trotz Gangschwierigkeiten und Schmerzen aufzustehen, die Pflegestation zu entdecken und die anderen Naturbilder aus dem Baselbiet anzuschauen. Die vertrauten Motive aus seiner Heimatregion helfen ihm, sich auch körperlich besser zu fühlen, und vermitteln ihm die vertrauten Gefühle seiner Kindheit im Oberbaselbiet.Hoffnung in vulnerabler SituationIn Gedanken verschwindet er immer wieder im Bild der «Schüür» und vergisst dabei manchmal, dass er im Spital ist. „Es hilft mir, Hoffnung und Energie zu tanken in einer vulnerablen, ausgelieferten Situation“, sagt Herr P. Das Bild wirkt trotz dem Spitalalltag und seiner Erkrankung beruhigend, motiviert ihn möglichst schnell zu genesen und schliesst den Kreis mit der Dankbarkeit für sein langes und erfülltes Leben.Inzwischen ist Herr P. erfolgreich nach Hause ausgetreten und bald wieder mit dem Velo im Baselbiet unterwegs.
Lewy-Body-Demenz – eine oft verkannte Form der Demenz
Wenn von Demenz die Rede ist, denken viele zuerst an Alzheimer. Dabei gibt es weitere Demenzformen, die weniger bekannt, aber für Betroffene und Angehörige nicht weniger herausfordernd sind. Eine davon ist die Lewy-Body-Demenz.Benannt ist sie nach dem Neurologen Friedrich H. Lewy, der diese Erkrankung bereits 1912 beschrieb. Lewy war übrigens ein Schüler von Alois Alzheimer, der die Alzheimer-Krankheit entdeckt hat. Heute gilt die Lewy-Body-Demenz als vierthäufigste irreversible Demenzform. In der Schweiz leben schätzungsweise rund 8'000 Menschen mit dieser Diagnose. Die Dunkelziffer dürfte höher sein, denn die Diagnose ist anspruchsvoll und nicht immer eindeutig.Typische Symptome – vielseitig und eindrücklichDie Lewy-Body-Demenz zeigt sich oft durch eine Kombination verschiedener Kernsymptome, die in dieser Form einzigartig sind:Parkinson-ähnliche Symptome wie verlangsamte Bewegungen, Muskelsteife oder ZitternStarke Schwankungen der Aufmerksamkeit: Betroffene können innerhalb von Minuten sehr präsent wirken und kurz darauf kaum ansprechbar sein – mehrmals täglichFrühe visuelle Halluzinationen: Häufig sehen Betroffene Menschen oder Tiere, die nicht real sindREM-Schlaf-Verhaltensstörungen: Betroffene bewegen sich im Schlaf, sprechen oder „leben“ ihre Träume körperlich ausDie Verhaltensauffälligkeiten sind bei vielen Patientinnen und Patienten sehr ausgeprägt, welche für das Umfeld sehr eindrücklich und manchmal auch belastend sein können.Was passiert im Gehirn?Lewy-Body-Demenz ist eine neurodegenerative Erkrankung. Ausdruck der neurodegenerativen Krankheit sind Eiweissablagerungen im Gehirn, sogenannte Lewy-Körperchen. Diese sind toxisch und führen zum Absterben von Nervenzellen. Interessanterweise handelt es sich um die gleichen Eiweisse wie bei der Parkinson-Krankheit, allerdings lagern sie sich bei der Lewy-Body-Demenz an anderen Orten und in anderer Verteilung ab.Der Unterschied zeigt sich auch im Krankheitsverlauf:Während bei Parkinson zunächst meist Bewegungsstörungen im Vordergrund stehen, treten bei der Lewy-Body-Demenz frühzeitig Halluzinationen, alltagsrelevante Störungen der Aufmerksamkeit und Sinnestäuschungen auf.Die genauen Ursachen sind – wie auch bei Alzheimer – noch nicht abschliessend geklärt. Familiäre (genetische) Formen sind sehr selten.Behandlung: Symptome lindern, nicht heilenEine Heilung der Lewy-Body-Demenz gibt es bisher nicht. Die Behandlung ist symptomatisch und wird individuell angepasst.Medikamentös kann versucht werden, den Botenstoff Acetylcholin im Gehirn zu erhöhen. Dies kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken, zum Beispiel auf die visuellen Halluzinationen und die Störung der Aufmerksamkeit.Psychopharmaka werden bei Lewy-Body-Demenz sehr zurückhaltend eingesetzt. Einerseits verbessern sie die kognitive Leistungsfähigkeit nicht, andererseits können sie die Symptome – insbesondere Bewegungsstörungen – deutlich verschlechtern.Netzwerk für Angehörige hilfreichViele Betroffene nehmen ihre Erkrankung selbst kaum wahr. Die Halluzinationen hingegen können für sie und deren Umgebung sehr belastend sein. Das führt zu Stress – und Stress wiederum kann die Symptome verstärken.Für Angehörige ist eine klare Diagnose und gute Aufklärung enorm hilfreich. Sie ermöglicht, das Verhalten besser einzuordnen und angemessen zu reagieren. Ein strukturierter Alltag, ruhige Umgebungen und das Vermeiden von stressauslösenden Situationen können viel bewirken.Ebenso wichtig: Unterstützung annehmen. Der Austausch mit spezialisierten Organisationen und anderen Angehörigen entlastet, gibt Sicherheit und zeigt, dass man mit dieser Herausforderung nicht allein ist.Wenn Sie mehr über die Lewy-Body-Demenz erfahren möchten, dann hören Sie gern in die Folge 27 des Podcasts «Chopfsach» rein, in der Prof. Dr. med. Marc Sollberger, Leiter a.i. der Memory Clinic UAFP, die Krankheit anschaulich erläutert: Spotify: https://open.spotify.com/episode/1thfEVp1y7A00spUjaSWfi
«Die Komplexität der Diätküche in der Altersmedizin ist eine besondere Anforderung»
Unser Küchenchef Ronny Kunze erläutert im Interview, welche Bedeutung die Diätküche in der Geriatrie hat, welche Herausforderungen sie täglich meistern müssen und das Akzeptanz das A und O ist.Welche Bedeutung haben spezielle Ernährungsbedürfnisse und Mangelernährung in der Küche eines Altersmedizin-Spitals?Ronny Kunze: Das ist der absolute Kern unserer täglichen Mission. Spezielle Bedürfnisse als auch Mangelernährung unserer Patientinnen und Patienten sind der Grund, warum unsere 'Cuisine Felix' so eng mit der Medizin und der Forschung in der UAFP verzahnt ist.Die speziellen Ernährungsbedürfnisse, also die klassische Diätküche, sind bei uns der Standard, nicht die Ausnahme. Die Herausforderung im Alltag ist die enorme Vielfalt und die geforderte Präzision. Wir jonglieren permanent mit verschiedensten Konsistenzstufen bei Schluckstörungen (Dysphagie), von weicher Kost bis zu fein passiert, parallel zu Allergie-Menüs, Nieren-Diäten oder laktosefreien Varianten. Das managen wir über eine extrem präzise, datengestützte Planung in unserem Menübestellsystem und ein Team, das auf diese Komplexität spezialisiert ist.Aber die Mangelernährung ist der eigentliche, oft unsichtbare Gegner in der Geriatrie. Sie zu bekämpfen, ist unsere wichtigste Aufgabe, und wir verfolgen dabei eine mehrstufige Strategie, die weit über das normale Kochen hinausgeht.Einerseits meldet uns die Patientenhotellerie, die die Essensbestellungen der Patientinnen und Patienten aufnehmen, welches Menü gewünscht ist, andererseits wissen wir dank dem Foodscanner, was die Patienten wirklich essen. Der Foodscanner scannt jedes Tablett vor und nach dem Essen und liefert uns exakte Daten, was und wie viel gegessen wurde. Das ist für uns ein 'neuer Vitalwert' und die wichtigste, objektive Datengrundlage.Diese Daten gehen direkt an die Ernährungsberatung und an unsere spezialisierte NutriCare Clinic. Hier wird interdisziplinär entschieden, welche Intervention die Patientin bzw. der Patient braucht. Wir in der Küche sind dann die ausführenden Verantwortlichen dieses Therapieplans.Unser erster Ansatz ist immer 'Food First'. Wir reichern unsere Speisen (Suppen, Saucen, Pürees) mit hochwertigem Proteinpulver oder Fetten an, um die Nährstoffdichte zu maximieren. Wenn das nicht reicht oder eine gezielte Supplementierung nötig ist, kommen Spezialprodukte ins Spiel.Welche besonderen Anforderungen stellt die Diätküche aus Ihrer Sicht?Die eigentliche Anforderung ist nicht das Kochen der Diät an sich, salzarm oder laktosefrei ist reines Handwerk. Die besondere Anforderung hier in der Geriatrie ist die extreme Komplexität durch die Kombination und die absolute Null-Fehler-Toleranz.Wir haben selten nur den 'reinen' Allergiker. Wir haben den Allergiker, der zusätzlich eine schwere Nierenerkrankung hat und an einer Schluckstörung (Dysphagie) leidet. Das bedeutet, mein Team muss ein Menü produzieren, das a) keines dieser Allergene enthält, b) gleichzeitig streng protein- und kaliumarm sein muss und c) obendrein nicht als normales Stück Fleisch serviert werden darf, sondern in einer spezifischen, pürierten und angedickten Konsistenz, um eine Aspiration zu verhindern.Diese multidimensionale Anforderung stellt extreme Ansprüche an die Prozesssicherheit. Jede einzelne Komponente muss bei uns im Menübestellsystem lückenlos deklariert sein. Eine Verwechslung auf dem Posten oder am Band ist keine Option, es ist ein medizinisches Risiko.All diese Einschränkungen dürfen aber am Ende nicht dazu führen, dass das Essen 'traurig' aussieht oder schmeckt.Die grösste Herausforderung der Diätküche ist aber die Akzeptanz. Ein perfekt berechnetes, aber unappetitliches Püree, das nicht gegessen wird, verschlimmert die Mangelernährung. Die Anforderung ist also, diese hochkomplexe Formel in ein Gericht zu verwandeln, das Würde hat, das Appetit macht und das den Patienten dazu verleitet, die für ihn lebenswichtigen Kalorien und Nährstoffe auch wirklich aufzunehmen. Und genau das können wir dann wieder mit unserem Foodscanner überprüfen. So schliesst sich der Kreis.
Wunde heilt nicht? Eine DEXA-Untersuchung steht an? Dann sind Sie bei uns richtig!
Unsere ambulanten Angebote – für Gesundheit nach Mass Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER bietet ein breites Spektrum an ambulanten Dienstleistungen an – sowohl zur optimalen Nachsorge nach einem stationären Aufenthalt als auch für alle, die eine präventive oder spezialisierte Untersuchung benötigen. Unsere Leistungen umfassen ein vielfältiges Angebot an Therapien, Beratungen und Abklärungen – mit unseren auf das Alter spezialisierten Fachpersonen und teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Spitälern.Ambulante TherapienUnsere Therapeutinnen und Therapeuten haben ein Ziel: Ihre Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, möglichst lange selbstständig zu bleiben. Sie sind auf die Bedürfnisse älterer Menschen spezialisiert und wissen, worauf es ankommt – sei es durch gezielte Bewegung oder durch spezielle Übungen bei Sprach- oder Schluckbeschwerden. Unsere ambulanten Therapien sind massgeschneidert und gehen auf individuelle Bedürfnisse ein:Ergotherapie – fördert die Mobilität und Selbstständigkeit im AlltagLogopädie – unterstützt bei Sprech- und SchluckstörungenPhysiotherapie – bringt die Beweglichkeit wieder in Schwung Psychologischer DienstUnsere Neuropsychologinnen und -psychologen untersuchen und beraten Menschen mit Erkrankungen des Gehirns. Sie klären Gedächtnis- und Denkfähigkeiten ab, unterstützen Betroffene und Angehörige im Umgang mit Veränderungen im Alltag und bieten ein gezieltes, wissenschaftlich fundiertes kognitives Training an. Zudem begleiten sie Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall oder einer anderen Hirnerkrankung bei der schrittweisen Rückkehr ins Berufsleben und stehen in belastenden Situationen beratend zur Seite. Spezialisierte Abklärungen und BeratungenWir bieten umfangreiche diagnostische Abklärungen und fachkundige Beratungen an:Neurologische Abklärungen – Hirnschlagnachsorge sowie allgemeine neurologische FragenStroke und Kognition: Hirnfunktion nach einem Schlaganfall erfassenTraditionelle Chinesische Medizin (TCM) –Akupunktur, Ohrakupunktur, Moxibustion und SchröpfenSpezialisierte Abklärungen in Zusammenarbeit mit anderen KlinikenIn Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Basel bieten wir am Standort FELIX PLATTER folgende Untersuchungen an:Radiologie – Computertomografie, DEXA, Röntgen und Ultraschall.Dermatologie – umfassende Behandlung bei Haut-, Schleimhaut-, Nagel- und Haarerkrankungen als auch Wunden.Augenklinik – für alle Erkrankungen der Augen.Urologie – vom allgemeinen urologischen Bereich bis hin zu spezialisierten Eingriffen im Bereich der Uroonkologie.Clarunis, das universitäre Bauchzentrum Basel, kümmert sich an unserem Standort um Erkrankungen des gesamten Magendarmtrakts, inklusive Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm, Enddarm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase und Gallenwege. Mehr Informationen zu den einzelnen Angeboten finden Sie auf unserer Webseite.*******************************NewsletteranmeldungErhalten Sie die neusten Blogs und News automatisch per Email. Hier zum Anmeldeformular
Heisse Getränke für kalte Tage, die gleichzeitig das Hirn fit halten
Wenn es draussen kalt ist, tut ein wärmendes Getränk gut. Umso besser, wenn es noch gesund dazu ist. Grüntee, Ingwer und Kurkuma enthalten wertvolle Nährstoffe für das Gehirn und wärmen gleichzeitig von innen.Hier folgen drei wärmende Getränketipps für ein fittes Hirn:Matcha LatteMatcha ist gemahlener Grüntee. Er hat einen hohen Gehalt an Koffein und Antioxidantien und gilt als «Espresso unter den Tees».Was Sie brauchen: Matcha-Tee, heisses Wasser und Milch.Rezept für 2 Gläser von je ca. 3dl:2 TL Matcha in einen Messbecher geben, mit 1 dl heissem Wasser (max. 80 Grad) übergiessen, mit dem Schwingbesen oder Bambusbesen (Chasen) sehr gut verrühren. 5 dl Milch unter Rühren in einer Pfanne warm werden lassen. Milch zum Matcha-Wasser giessen, mit dem Mixstab oder dem Milchschäumer aufschäumen, in die Gläser verteilen, mit 1/4 TL Matcha bestäuben.Ingwer-Grapefruit-TeeDie Inhaltsstoffe von Ingwer wirken entzündungshemmend, erhöhen den Gehalt an Neurotransmittern (Botenstoffen) und können die Durchblutung des Gehirns fördern.Was Sie brauchen: Wasser, frischen Ingwer, rosa Grapefruits, Rohzucker.Rezept für 1 ½ Liter:1 ½ l Wasser aufkochen, 30g Ingwer (in Scheibchen) beigeben, ca. 5 Min. köcheln, absieben. 2 rosa Grapefruits heiss abspülen. Von einer Grapefruit 4 dünne Scheiben abschneiden, diese in die Gläser verteilen, restliche Grapefruits auspressen. Saft und 2 EL Rohzucker zum Tee geben, in die Gläser giessen.Golden MilkKurkuma wird auch Gelbwurzel genannt. Die antioxidativen Inhaltsstoffe scheinen auch im Gehirn zu wirken. Die Aufnahme vom Curcumin kann in Kombination mit Fett, Pfeffer und durch Erwärmen verbessert werden.Was Sie brauchen: Milch, Kurkuma, Zimt oder Vanillepaste, Ingwer, flüssigen Honig.Rezept für 2 Gläser von je ca. 3 dl:6 dl Milch, 1 TL Kurkuma und 1 Messerspitze Zimt (oder Vanillepaste) in eine Pfanne geben. 1 cm Ingwer fein dazureiben, unter Rühren mit dem Schwingbesen heiss werden lassen. Pfanne von der Platte nehmen, 2 EL Honig daruntermischen, Kurkuma-Milch in die Gläser verteilen, geniessen.Tipp: Golden Milk mit etwas Milchschaum verzieren.Diese und noch mehr Brainfood-Rezepte in Zusammenarbeit mit Betty Bossi finden Sie in unserem Magazin «gesund & smart».*******************************NewsletteranmeldungErhalten Sie die neusten Blogs und News automatisch per Email. Hier zum Anmeldeformular
Antibiotika? Ja, aber Regeln beachten
Antibiotika sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Sie helfen, bakterielle Infektionen zu behandeln und retten jährlich Millionen von Leben. Doch ihr unsachgemässer Einsatz kann zu einem wachsenden Problem führen: der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen, die die Wirksamkeit dieser lebenswichtigen Medikamente gefährden.Im Spital setzen wir alles daran, die Entstehung von Antibiotikaresistenzen zu verhindern. Resistente Keime stellen eine wachsende Herausforderung für die moderne Medizin dar, weshalb wir mit verschiedenen Massnahmen dazu beitragen, die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig zu sichern. Doch auch als Patientin bzw. Patient können Sie aktiv mithelfen. Hier erfahren Sie, wie.Unsere Massnahmen zur Bekämpfung von ResistenzenGezielte, leitliniengerechte AntibiotikatherapieBeim Einsatz von Antibiotika richten wir uns nach aktuellen, wissenschaftlich fundierten Leitlinien, um sicherzustellen, dass nur die richtigen Medikamente für die richtigen Infektionen verschrieben werden. So vermeiden wir unnötigen Einsatz und die Gefahr von Resistenzentwicklung.Regelmässige Überprüfung und ggf. Deeskalation der MedikationFalls eine Behandlung nicht mehr nötig ist oder in Abhängigkeit vom Mikrobiologiebefund auf ein Antibiotikum mit einem schmalerem Keimspektrum umgestellt werden kann, tun wir dies, um die Entstehung von Resistenzen zu minimieren.Korrekte Entnahme und Interpretation mikrobiologischer ProbenUm sicherzustellen, dass wir gezielt und wirksam behandeln, ist es wichtig, dass mikrobiologische Proben korrekt entnommen und ausgewertet werden. So können wir genau feststellen, welcher Erreger die Infektion verursacht und welches Antibiotikum am besten wirkt.Konsequente Hygienemassnahmen zur Vermeidung nosokomialer InfektionenHygiene spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Verbreitung von Krankheitserregern inklusiv resistenter Bakterien. Durch strikte Hygienemassnahmen, wie etwa Händewaschen und Desinfektion, verhindern wir die Verbreitung von Infektionen innerhalb des Spitals.Was können Sie als Patientin bzw. Patient tun?Antibiotika nur nach ärztlicher Verordnung einnehmenNehmen Sie Antibiotika nur dann ein, wenn diese von einer Ärztin oder einem Arzt verordnet wurden. Eine eigenmächtige Einnahme von Antibiotika kann nicht nur Ihre Gesundheit gefährden, sondern auch zur Entstehung von Resistenzen beitragen.Therapie vollständig und wie verordnet durchführenEs ist wichtig, dass Sie die verordnete Therapie vollständig und nach den Anweisungen der Ärztin oder des Arztes einnehmen. Lassen Sie keine Einnahme aus. Je nach Antibiotikum sind Einnahmehinweise relevant wie z.B. Abstand zu den Mahlzeiten oder Einnahme alle 8 Stunden, um konstant genügende hohe Wirkkonzentrationen zu erreichen. Keine Restbestände aufbewahren oder weitergebenFalls nach Abschluss Ihrer Behandlung noch Antibiotika übrig sind, bewahren Sie diese nicht auf und geben Sie sie nicht weiter. Entsorgen Sie Antibiotika nicht im Haushaltsabfall oder Abwasser, dies birgt die Gefahr von Resistenzentwicklung in der Umwelt. Bringen Sie nicht mehr benötigte Medikamente zurück in die Apotheke zur fachgerechten Entsorgung.Händehygiene einhalten – auch beim Besuch im SpitalEine der einfachsten, aber effektivsten Massnahmen zur Vermeidung von Infektionen ist gründliches Händewaschen. Achten Sie darauf, regelmässig Ihre Hände zu desinfizieren, insbesondere nach dem Kontakt mit Oberflächen, Türen oder anderen Personen. Das gilt nicht nur für das Personal, sondern auch für Besuchende.Gemeinsam gegen ResistenzenDer Kampf gegen Antibiotikaresistenzen ist eine gemeinsame Aufgabe. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsfachpersonen und den Patientinnen bzw. Patienten können wir sicherstellen, dass Antibiotika auch in Zukunft ihre volle Wirkung entfalten können. Ihre Mithilfe ist entscheidend – und zusammen können wir einen grossen Unterschied machen.*******************************NewsletteranmeldungErhalten Sie die neusten Blogs und News automatisch per Email. Hier zum Anmeldeformular












